... wir lassens krachen!


besonders auch im August 2020!

Entstehung

 

Am 29.April 2006 fand sich eine Gruppe von 9 Mitgliedern der Schützengesellschaft "Hubertus Eslarn" im Alter von 24 - 42 Jahren zur Gründung einer Böllerschützengruppe zusammen.
Im Gasthof "Zur Krone von Bayern" besser als "Kuch" bekannt unterzeichneten die Anwesenden das Gründungsprotokoll der "Eslarner Böllerschützen". Gemäß dem Leitspruch auf der Fahne der Schützengesellschaft "Hubertus" Eslarn, "Schützenbruder sein heißt mehr als Freund sein", war somit der Grundstein für die Böllerschützen gelegt. Im Laufe der Jahre stieg unsere Mitgliederzahl von 6 auf mittlerweile 30 Böllerschützen.

Gründungsfoto 2006

Foto von 2011 – mit den ersten Böllerdamen

Foto von 2008 mit 12 Mitgliedern

Die Böllerschützen 2019 mit über 30 Mitgliedern



Tradition

 

Das Böllern selbst hat eine traditionsreiche und teilweise auch durch alte Chroniken belegte Geschichte, die bis in das ausgehende 15. Jahrhundert zurück reicht.

Es ist nachweisbar, dass seit Jahrhunderten im gesamten deutschsprachigen Raum, von Mecklenburg bis Tirol, von Bayern bis Westfalen und bis tief in böhmische Gebiete schon geböllert wurde.

Den spärlichen Informationen nach hat sich das Böllern aus mehreren Bereichen entwickelt. So sollte es zum einen der Abwehr von bösen Geistern und Dämonen dienen, und gleichzeitig helfen, das Wetter zu ändern und die Natur zu erwecken. Auch sollte es die Lebensfreude zum Ausdruck bringen, wenn Taufen, Geburtstage oder Hochzeiten anstanden.

Es galt mit als höchster Achtungserweis, wenn Herrscher und Könige zu Besuch kamen und mit Böllerschüssen empfangen wurden. Auch um rasche und zuverlässige Warnungen zu verbreiten wurde geböllert. So war es noch Anfang des 20. Jahrhunderts in verschiedenen Teilen der Alpenländer üblich, bei Feuer, Kriegs- oder sonstiger Gefahr von den abgelegenen Gehöften der Bergbauern aus durch Böllern auf sich aufmerksam zu machen.

Damit das Böllerschiessen nicht zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt wird, muss jeder Böllerschütze die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten besitzen, um Böllerpulver vorschriftsmäßig erwerben, verbringen, aufbewahren, verwenden und vernichten zu können.


Hoffen wir, dass das Böllerschiessen auch in Zukunft ein guter Brauch bleibt, der mit ungetrübter Freude ausgeübt werden kann.


Ausrüstung


Unser Schaftböller

 

Schaft: Nußbaumholz, gefräst,
geschliffen und geölt

 

Lauf: Edelstahl, Außendurchmesser 70mm, Bohrung 25mm

 

Abzug/Zündvorrichtung: Perkussionszündung Zukaufteil Edelstahl Fa. Schillinger

 

Länge: 85cm

 

Gewicht: ca. 11kg

 

Bauzeit: ca. 6 Wochen (10 Stück)


Stangassinger Böller

Schaft: Nußbaum gewachst, Eichenlaub geschnitzt

Lauf: Edelstahl mit Initialiengravur, Durchmesser außen 80mm, Kaliber 30mm

Länge: 80cm

Gewicht: 13kg

Hersteller: Richard Stangassinger (Berchtesgaden)

 


Kanone der Böllerschützen

Lafette: Eichenholz verleimt, lackiert

Beschläge: selbst geschmiedet und lackiert

Räder: restaurierte Wagenräder

Lauf: Gegossen, lackiert, Kaliber 50mm mit Bayrischem Wappen

Zündvorrichtung: Hammerzündung/Perkussion - Zukaufteil Fa. Stangassinger

Länge: 1,60 m

Gewicht: ca. 250kg

Bauzeit: ca. 6 Wochen

Konstruktion/Zeichnungen/Beschläge: Thomas

Fräs, Bohr- und Schweißarbeiten: Gerald, Manfred, Hans, Bernhard

Holzzuschnitt: Karl-Heinz Würfl

Lack: Georg

Einen ganz besonderen Dank an unseren Hans:

für die Montage, Schleif- und Sandstrahlarbeiten und überhaupt die

ganze Komplettierung und das Finish - durch seine Hand ist die Kanone

"einzigartig" geworden!



Tom´s Kanone

Lafette: Holz verleimt, gewachst, Schnitzereien

Beschläge: selbst geschmiedet, und brüniert

Räder: restaurierte Wagenräder mit neuem Eisenreif

Lauf: Stahl, brüniert, Aussendurchmesser 70mm, Kaliber 20mm

Zündvorrichtung: Hammerzündung/Perkussion - Zukaufteil Fa. Stangassinger

Länge: 60cm

Gewicht: ca. 5kg

Bauzeit: ca. 4 Wochen

 


Das "Scharfe Stück"

Unser Geschenk an den ehem. Vorstand Markus, ganz aus Versehen auch noch "scharf beschossen" und überreicht mit einem gelungenen Salut nach der Hochzeitsmesse.

Hersteller "Dikar" Spanien

Kaliber 69

Verchromtes Kanonenrohr und Beschläge

Holzlafette mit Putzstöcken und Munitionskiste

Luntenzündung

 


S´Kloine Böllerwagerl

Hier unser Böllerwagerl, ein alter Handwagen zum Transport der bei einem Festzug dringend benötigten Utensilien (Kistl Bier, ...)

Größe: ca. 1m x 0.5m x 0.6m

Zerlegbar zum Transport im Kofferaum

Restauriert vom Böllermeister